Was versteht man unter Datenschutz

Datenschutz ist dafür gedacht, die von Kunden anvertrauten Daten vor Missbrauch und Diebstahl zu schützen. Jede Person hat das Recht selbstbestimmend zu entscheiden für welchen Zweck seine Daten verwendet werden. Durch die gesetzlichen Vorschriften im Bereich Datenschutz möchte man verhindern, dass eine vollständige Durchleuchtung eines Menschen und dessen Verhalten entsteht.

Der Datenschutz bezieht sich auf die Erhebung, die Verarbeitung und die Nutzung personenbezogener Daten.

Definition:

  • Erheben = Beschaffen
  • Verarbeiten = Speichern, Verändern, Übermitteln, Sperren, Löschen
  • Nutzen = Verwenden

 

Wie wichtig ist Datenschutz?

In den letzten Jahren hat der Bereich Datenschutz immer mehr an Bedeutung gewonnen. Die Verarbeitung, die Erhaltung, die Verwaltung und die Analyse von Daten ist durch die Digitalisierung immer einfacher geworden. Der Fortschritt im IT-Bereich bietet auch immer einfachere und schnellere Möglichkeiten der Datenerfassung, wie z. B. durch das Internet oder elektronische Zahlungsmethoden. Aus Gründen wie z. B. der Marktforschung oder der Strafverfolgung sind viele Institutionen an diesen Daten interessiert und würden gerne auf sie zurückgreifen. Aus europäischen Datenschutzgründen ist dies aber nicht ohne weiteres legal. Durch die Globalevernetzung gelingt es Firmen, die auf personenbezogene Daten zurückgreifen möchten, leichter an diese heranzukommen. Daher ist es sehr wichtig seine Kunden-, Mitarbeiter- und Lieferantendaten nach besten Wissen und Gewissen zu schützen.

 

Hauptprinzipien des Datenschutzes

Die Hauptprinzipien des Datenschutzes sind:

Nachdem Daten angefallen sind, müssen technische und organisatorische Maßnahmen getroffen werden. Diese Maßnahmen beinhalten vor allem die Gewährleistung, dass nur die Personen Zugriff auf die Daten haben, die auch berechtigt dafür sind. Sobald Daten nicht mehr gebraucht werden, müssen diese umgehend gelöscht werden. Ausnahme sind Daten, die unter der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist stehen. Diese Daten müssen dann aber gesperrt werden und nach der Aufbewahrungsfrist gelöscht werden. Eine weitere der grundlegenden Datenschutzanforderungen ist das Recht auf Auskunft der gespeicherten Daten, an die betroffenen Person und eine unabhängige Datenschutzaufsicht.

2005 haben die Datenschutzbeauftragten in ihrer „Erklärung von Montreux“ an die international anerkannten Datenschutzprinzipien erinnert. Diese lauten:

  • Prinzip der Zulässigkeit und Rechtmäßigkeit der Erhebung und Verarbeitung der Daten
  • Prinzip der Richtigkeit
  • Prinzip der Zweckgebundenheit
  • Prinzip der Verhältnismäßigkeit (vgl. Verhältnismäßigkeitsprinzip)
  • Prinzip der Transparenz
  • Prinzip der individuellen Mitsprache und namentlich der Garantie des Zugriffsrechts für die betroffenen Personen
  • Prinzip der Nicht-Diskriminierung
  • Prinzip der Sicherheit
  • Prinzip der Haftung
  • Prinzip einer unabhängigen Überwachung und gesetzlicher Sanktionen
  • Prinzip des angemessenen Schutzniveaus bei grenzüberschreitendem Datenverkehr